Olympische Familie in luftiger Höhe

Die „olympische Familie“ Nordrhein-Westfalens hat sich in der Sportschule Hennef zu einer Kletterpartie getroffen. Nicht alle der Ex-Spitzensportler waren in den Höhen des Kletterwaldes schwindelfrei.

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Die „olympische Familie“ Nordrhein-Westfalens trifft sich regelmäßig. Jüngstes Arbeitstreffen war in der Sportschule des Fußballverbandes Mittelrhein. Natürlich begrüßte dessen Präsident, Alfred Vianden, die prominenten Gäste – allen voran die Sprecherin der Botschafter der Sportstiftung NRW, Ulrike Nasse-Meyfarth. Die hätte gern noch mehr als die drei anderen früheren Spitzensportler im Kletterwald dabei gehabt.

„Aber vielleicht war ja genau dieses Angebot das Problem“, vermutete sie scherzend. Denn die früheren Athleten sollten ab in die Höhe. David Kossak, Geschäftsführer von „Freiraum Erlebnis“, hatte auf den Parcours im Wald oberhalb der Sportschule eingeladen. Und die Kletterattraktion bietet zwölf Meter über dem Boden manche Herausforderung. Tatsächlich hatten Rudi Cerne, Henry Maske, Heiner Brand und Heide Ecker-Rosendahl, um nur einige zu nennen, wohl keine Furcht, sondern andere Termine.

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Nasse-Meyfarth jedenfalls stieg unverzagt in den „Hunsrück“, zunächst eine leichte Tour. In den „Pyrenäen“ aber wurde es schon enger. „Ich bin nicht ganz schwindelfrei“, sagte die Doppel-Olympiasiegerin im Hochsprung hinterher. Sie führt das Team der Sportbotschafter an, die eine bundesweit einmalige Förderarbeit, die Tandemförderung von Athlet und Trainer, weiter entwickeln wollen.
Ziel dieser Arbeit ist es, junge Athleten verantwortungsvoll auf Spitzenleistung, Erfolg und Karriere vorzubereiten. Sie sollen lernen, Vorbilder zu sein und eine breite Ausbildung sowie Karriereförderung erhalten. Die Botschafter der Sportstiftung werben für sie und sind nah dran an den Hoffnungsträgern für die Olympischen Spiele und die Paralympics.

Ein gutes Beispiel ist Steffi Nerius, Welt- und Europameisterin im Speerwurf, Silbermedaillengewinnerin 2004 in Athen. Sie ist Trainerin im Behindertensport und derzeit mit fünf Athleten bei den Paralympics in London. Und die haben Medaillenchancen, allen voran Markus Rehm, der im Weitsprung der Unterschenkelamputierten einer der Favoriten ist.

Nerius schlug sich in den „Pyrenäen“ wacker, fand aber hinterher:

„Je höher es ist, desto mehr Angst ist dabei. Es wird wackliger.“ Die 40-Jährige fand es gleichwohl spannend und genoss es, allerhand auszuprobieren.

Als Coach und Mentor gibt sie das weiter an die Talente, die sie voranbringen will. Auch Dirk Lindner, früherer Wasserballer und heute Unternehmer, sowie Thomas Fabula, Vizewelt- und Europameister im Taekwondo, trauten sich – vor der inhaltlichen Arbeit – in die Höhe.

Artikel im Kölner Stadt Anzeiger: http://www.ksta.de

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